Urlaub Weihnachten und Jahreswende

Über Weinachten Urlaub zu machen, da freut man sich darauf. Ich freue mich natürlich auch auf den Urlaub über Weinachten – Neujahr, zum einen, weil endlich der Wahnsinn in der Arbeitswelt für eine gewisse Zeit endet. (Man glaubt ja jedes Jahr, dass alles an Weihnachten aus und vorbei ist, wenn nicht alles fertig gestellt oder geliefert oder was auch immer erledigt ist). Endlich der Vierundzwanzigste ist gekommen! Immerhin habe ich keinen Stress mit dem Konsumwahn, denn zu Weihnachten wird bei uns nichts mehr geschenkt, außer Kleinigkeiten für Enkelkinder und Kinder. Weihnachtsbaum gibt’s auch keinen mehr,- vielleicht mal wieder, wenn Enkelkinder über Weihnachten bei Oma und Opa wären … Nachmittag noch Besuche bei Mutter und Schwiegermutter, sowie eine Einladung bei einem unserer Kinder, zur Bescherung, zusammen mit den Enkelkindern am frühen Abend dabei zu sein. Dass ist wahrlich ein schöner Moment, die Freude der Enkelkinder, der Baum, das Auspacken der Geschenke- die eigenen Erinnerungen. Gegen zwanzig Uhr zu Hause, kleines Abendessen – Wohnzimmer und Couch. Herrlich! Alles ruhig, kein Geschrei, kein Besuch, keine Arbeit mit Auftischen, Abräumen und Gästebetreuung, alle viere von sich Strecken im warmen Wohnzimmer und der Tradition frönen eine bestimmte Folge aus einer Fernsehserie anzuschauen, in der in satirischer, aber lebensnaher Weise der „ganz normale Weihnachtswahnsinn“ einer Familie aus einem Wiener Gemeindebau, perfekt und ironisch- komisch dargestellt wird. DVD Player an und los geht’s, ein paar Kekse naschen, ein Glas Wein und nachher ins Bett – für mich entspannend, angenehm schön. Die nächsten zwei Feiertage im Kreise der Familie, traditionell mit Besuchen und Gegenbesuchen samt gegenseitiger Essenseinladungen, zu Mittag und Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Das empfinde ich nicht als Stress, weil man ist vorbereitet, weiß was auf einem zukommt und es macht auch wirklich Spaß. Abends Couch, TV oder Musik hören, lesen- versuchen abzuschalten.
Ich freue mich auch schon sehr auf das Schifahren, früher war ich ja schon viele Male vor Weihnachten zum Schifahren, aber durch die Tatsache, dass die Adventszeit von der ruhigsten Zeit im Jahr, zur hektischen Zeit avancierte ist dies nur mehr bedingt der Fall. Logisch, am dritten Urlaubstag Skier ins Auto, hab ja nur zehn Minuten bis zum Schigebiet, der Schnee dieses Jahr ein Traum und das Wetter auch und los geht’s. Es ganz schön was los, aber am ersten Parkplatz, dort wo man am weitesten zu Fuß gehen muss, ein Parkplatz- super! Schischuhe anziehen, was bei ungewöhnlich hohen Temperaturen, gestern noch Schneefall bei minus drei Grad, heute plus 9 Grad um elf Uhr Vormittag und wolkenlosen Himmel mit strahlenden Sonnenschein, an und für sich schon anstrengend ist mit der warmen Schibekleidung,- ich schwitze.
Endlich am Lift und ab in die Höhe.  Wunderschöner Blick und Sonnenschein pur, wie im März denke ich so bei mir. Zur Beruhigung meiner Gedanken an dieses „sprunghafte“  Wetter kommt mir dieses ständig und überall Ausgesprochene: „das hat es immer schon gegeben“ in den Sinn, obwohl wenn ich mich so zurück erinnere, war es bestimmt nicht so „Grass bzw. Kurzfristig“ wie heute, aber die Antwort einer dieser „Wissenden“ wäre sowieso: da kannst du dich nur nicht mehr erinnern … Oben angekommen, kurze Besprechung mit meiner Frau und für das erste Mal von der Mittelstation hinunter. Es geht gut, sogar sehr gut! Denke ich bei mir. Schifahren ist eines der Dinge, wenn einmal erlernt und wie ich, mehr oder weniger seit dem dritten Lebensjahr ausgeübt,- dass verlernt man nie. Tolle Piste, super präpariert, Kunstschnee- Grundlage und Naturschnee darauf, dass gab‘ s früher nicht, daran erinnere ich mich gewiss. Gleich nochmal rauf und wieder die Piste hinunter, dann ganz hinauf, auf das Alpjoch. Dort haben sie eine Sinnenterrasse gebaut, mit wunderbaren Blick in die Bergwelt und Täler, herrlich blauer Himmel, nicht einmal die viel zu vielen Flugzeuge verschmutzen vermeintlich den Himmel nicht,- es sind keine Kondensstreifen zu sehen. (Es ist ein Wahnsinn, was da von oben an Dreck von den Flugzeugen runterkommt, aber darüber redet man nicht! Diese Flugzeugindustrie- Lobby und die wirtschaftlichen Interessen gehen weit über Umwelt,- Klimaschutz und das höchste Gut, nämlich das Leben von Mensch, Tier und Pflanzen hinaus. Von oben die Flugzeuge, am Boden der Schwerverkehr, natürlich auch der Individualverkehr, (der wird als Hauptverursacher dargestellt, logisch hier existiert nicht wirklich eine Lobby und schließlich muss ja jemand, am besten die Masse für all das bezahlen…). In der Europäischen Union ist seit kurzem erst, man stelle sich vor, die Gesundheit der Menschen gleichgestellt! Mit dem freien Warenverkehr! Wahnsinn, eine so fortschrittliche Union- unglaublich. Unglaublich dumm und verantwortungslos! Und rückständig!
Eine solche Union ist mir suspekt und entspricht in keiner Weise meinen Vorstellungen von Humanität, Fortschritt und Zukunft. All diese Gedanken, während wir die Luft, die Sonne und die im Moment so heile, saubere Welt, in einer hölzernen Liege genießen, bevor es wieder aufgeht. Noch ein paar Mal rauf und runter, um diese Jahreszeit steht die Sonne schon am frühen Nachmittag so tief, dass es früh schattig wird auf der Piste, was ich auch nicht so gerne habe und deshalb geht es in der Talstation, in die Schirmbar, noch auf ein alkoholfreies Getränk, die letzten Sonnenstrahlen genießend, die dort unten noch vorhanden sind. Danach nach Hause, ein schöner Tag, sind meine Frau und ich gleicher Meinung.  Einen gemütlichen Abend machen, entspannen – so ist Urlaub, ja so kann man abschalten. Trotzdem mache ich mir immer auch kritische Gedanken über das Jetzt, haben wir doch schon drei Enkelkinder, denen auch eine sichere Zukunft und eine intakte Umwelt zusteht, die ein Anrecht darauf haben, wie auch wir es hatten und haben, aber es muss uns immer bewusst sein, nur Gast auf dieser Erde zu sein und als Gast zerstört man nicht das „Zimmer, das Haus“, in dem man wohnte, es gehört einem nicht und deshalb geht man achtsam um. Wir müssen nicht nur davon reden, von Nachhaltigkeit, von Umweltschutz und von Sparsam mit den Ressourcen umgehen,- wir müssen es Leben! Diese wunderbare Welt zu genießen, aber auch immer daran zu denken und so zu leben, dass sie auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt, dafür lohnt es sich zu Leben! © ewald apperle

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Alpjoch, Imst Tirol

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