In meinem Kopf

In meinem Kopf. Chaos in meinem Kopf, ich habe nicht geschlafen die ganze Nacht nur nachgedacht. Wirr und durcheinander all die Bilder in dunklen schwarz gehüllt. Das Ticken einer Uhr im Takt der Zeit, die Unruh in mir, die mich weitertreibt. Verschwommen jetzt, bei einem Kaffee all die Gedanken der Nacht noch einmal darüber nachgedacht, da war ein Telefon mit Wählscheibe und ich wählte eine Nummer, konnte jeden einzelnen Wähl-Ton hören und hatte einen Hörer mit Kabel in der Hand und am Ohr. Heute, heute denke ich drückst du am Mobiltelefon auf einen Namen oder ein Bild und im nächsten Augenblick bist du verbunden. Telefonnummern, Adressen, Termine, Ereignisse sind gespeichert und per Fingertipp stets parat. Warum dies Bild? Diese Gedanken? Ich weiß es nicht.
Eine Art mathematische Formel beschäftigte mich sehr, schwirrte im Kopf herum, eine Formel mit der Frage nach dem x-RL, x-RL steht für Zeit Restleben, die anderen drei Faktoren A+F+G, stehen für Arbeitszeit, Freizeit und die darin enthaltene Glückszeit, gesucht eben ist x (RL). Ich bin kein Rechengenie, aber der Faktor, der dabei für mich, herauskommt ist einer, der mir sagt mein Restleben ist eher nur noch ein kleiner Anteil am Gesamten Zeitpaket auf dieser Welt.
Vielleicht schlafe ich deshalb schlecht, es gibt ja noch zu viel zu tun und benötigt kostbare Zeit für Arbeit und Freizeit und ein bisschen Glückszeit dazwischen, bis dann Rest-Lebenszeit da ist. RL ist eine kleine Größe …
Eine der Katzen tut miauend kund, dass ihre Schlafenszeit beendet wäre und es wohl an der Zeit wäre ein Frühstück zu bekommen. Ein Blick auf die LED Anzeige meiner Uhr, es ist erst 05:30 und eigentlich ist Samstag, (Freizeit). Ich bleib noch ein bisschen im Bett!
Bilder in meinen Kopf zeigen mir Susi, erst gestern haben wir erfahren, dass Susi am 16. Okt. Letzten Jahres im Alter von vierundfünfzig Jahren von uns gegangen ist. Drei Jahre nach Harald, (Harald war auch vierundfünfzig Jahre jung gewesen), unsere Freunde innerhalb von drei Jahren beide tot. Restlebenszeit Null kommt mir da wieder einmal in den Sinn. Sind die beiden jetzt wieder zusammen? Ich hoffe es! Es ist ein Trost, dieser Gedanke, dass es so ist.
Jetzt wird auch noch die zweite Katze lästig und nervt mich mit anstupsen und lautem Schnurren, direkt in mein Ohr.
Ok! Ich steh auf, Samstag 06:15, sowieso habe ich noch so viel zu tun, und die Zeit ist ja eh so wenig…. Wen wollte ich eigentlich mit einem Wähltelefon anrufen? Oder war es ein Anruf aus der Vergangenheit?
So Katzen versorgt, Nun aber einen schönen Kaffee, es ist noch finster draußen und es schneit.
Winterzeit.
Zeit.
© ewald apperle
20180408_120408_SN

Veröffentlicht von

ewaldapperle

Schriftsteller, Hobbyfotograf, Naturliebhaber, Musik, leidenschaftlich in Allen was ich tue ... Writer, amateur photographer, nature lover, music, passionate in everything I do ...

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