Advent 2019 (Dialektversion)

Auf Grund von zahlreichen Beobachtungen und dem Geschehen in Einkaufszentren und Einkaufsstraßen und aus meinem Notitzen darüber entstand dieser Text.

Advent, S‘ Geldtascherl brennt. Ein jeder der schon hat den doppelten G`halt, zum Shopping eilt, in die Stadt. Geschenke müssen her!

Und zwar teure und viele, weil a G`schenk, das von Herzen kommt gibt’s nimma-mehr.

A G`schenk von Herz`n kost‘ ja nix und ist nix wert, die Weihnachtsmusik aus de Lautsprecher plärrt. Last Christmas hob‘ I eh scho` long nimma g’keahrt.

Bin scho` unterwegs a paar Stunden und hob` no nixs g’funden.

Des Geschenke kafen so anstrengend is`, drum auf einen Glühwein Vis a Vis.

Auf einem Bein ja man auch nicht gut, stehen tut, deshalb noch einen Punsch und wieder eing`fall`n der Wunsch ein Geschenk z`finden, des teier und wenn möglich ein Unikat,-alles Andere ist ja fad.

A Weihnacht wie’s früher war, tönt’s, I rauf‘ ma` meine grau`n Haar.

Ja früher denk‘ i so, früher war’s still im Advent, am Tisch hab’n Kerz’n brennt‘-

die Oma und die Mama hab’n g’strickt und g’hakelt, der Opa hat die Kripp’n auf Hochglanz bracht, der Vater g’schnitzt im Keller,

wir Kinder waren g’spannt, hab’n g’spielt und g’lacht, aber heut‘ ist alles viel schneller.

Samstag und Vier Uhr, is es a scho` wieda, i hab` no nix g’funden,- oba an Duarscht, hätt‘ i no,- an G’sunden.

Da drüben, Gott sei Dank, seh‘ i a Glühweinstandl mit aner Bank.

I brauch‘ jetzt an kräftig`n Schluck, nicht, dass i mi vor’m  G`schenke kaufen druck‘ , aber mir fällt heut‘ nix mehr ein und g’seh’n  hab‘  I a nix  und sowieso trink‘ i jetzt no  an „Hot Schilcher“, mei Gott, de hab’n Preis‘- de Pülcher!

Advent und Weihnachten is ja eh nur oanmal im Joahr, i bestell‘ den nächsten und scho` is mei Börserl leer,- aber in der Näh‘ is a Bankomat, do krieg‘  I wieder was her.

Tschingel Bells, i hätt‘, jetzt Lust auf a Hell’s, i geh‘ no zum Wirt’n auf a Schnell’s.

A so a Kriagetl‘, des tuat guat, i b’stell` no ans, hab‘ wieder frischen Muat. Sein eh no drei „Shopping-Wochenenden“, do wear i donn scho alles finden und es is guat.

Nur jetzt hoam- gian, des werd‘ nit fein, was soll i erklären, was soll g’wes’n sein?

I weard‘ oafach sog’n: es tuat ma laad,  i hab‘ in Franz no troff’n und dann hob’n miar uns am Glühweinstandl leider versoff’n,- fiar’s Einkaufen woar’s dann z’spat, sei mit bees`,- es tuat ma laad.

Im Sinne vom Weihnachtsfrieden, lass mi in ruah,- vom Advent hob‘ i iatz scho gnua.     © ewald apperle

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